
Über uns
Die Eschenbacher Privatbrauerei in Eltmann, Unterfranken, blickt auf eine lange Geschichte zurück, die 1750 begann, als Georg Johann Wagner erstmals Bier braute; die Brauerei wurde acht Generationen von der Familie Wagner geführt, entwickelte sich vom landwirtschaftlichen Betrieb zum modernen Bierhersteller und modernisierte sich im 20. Jahrhundert durch den Fokus auf Bierproduktion und Technologie, wobei sie heute eine Vielzahl klassischer Biere sowie alkoholfreie Getränke anbietet und einen festen Platz in der fränkischen Bierlandschaft einnimmt. 2018 kaufte die Arco Bräu aus Moos die Brauerei und zeigt sich seitdem Verantwortlich für die Weiterentwicklung des Unternehmens.

Brauerei-Historie
1750-1794
EIN GEORG, ZWEI JOHANN UND FÜNF KARL WAGNER
Ein Georg, zwei Johann und fünf Karl Wagner – acht Generationen prägen die Geschichte der Eschenbacher Privatbrauerei. Fest in heimatlicher Erde verwurzelt, blieben sie neben ihrer Tätigkeit als Bierbrauer der Landwirtschaft treu, rund zwei Jahrhunderte lang. Erst 1952 ließ die Konzentration auf die Bierherstellung mit der Ausweitung des Vertriebs für den damaligen Inhaber, den Chef Karl Georg Wagner (der sich in der Reihenfolge der Ahnen gleichen Vornamens scherzhaft „Karl IV.“ und seinen Sohn Karl Werner Wagner Karl V.“ zu nennen pflegt) keinen Spielraum mehr, sich noch mit der 22 Hektar großen Landwirtschaft zu befassen.
Vollautomatische Brauereianlage und das erste gebraute Bier 1750
Diese Trennung bedeutete zweifellos eine scharfe Zäsur in der Tradition bäuerlicher Herkunft. Die totale Umstellung auf eine vollautomatische Brauereianlage in modernsten Gebäuden mit den dazu gehörenden maschinellen Einrichtungen verlangte jedoch die den Erfordernissen des 20. und 21. Jahrhunderts angepassten Arbeitsmethoden. In Frankfurt am Main war, wenn ein kurzer Gedankenflug erlaubt ist, ein Kind, das einmal der größte deutsche Dichter werden sollte, Johann Wolfgang Goethe, gerade ein Jahr alt, als 1750 in dem kleinen Dorf Eschenbach erstmals Bier gebraut wurde.
1710-1878
GEORG JOHANN WAGNER
Georg Johann Wagner (1710 bis 1775) war es, der hier für sich und seine Mitbürger, den damaligen Verhältnissen entsprechend, Bier braute und – sicher ohne einen Blick in die Zukunft – die Voraussetzung für die heutige Eschenbacher Privatbrauerei schuf.
Sein Sohn, der Brauer und Dorfschultheiß, Johann Georg Wagner (1744 bis 1804) richtete an der von Schweinfurt nach Bamberg führenden Durchgangsstraße auch gleich eine Wirtschaft ein, in der sein zunächst nur für den Eigenbedarf und die Bürger des Dorfes gedachtes Bier jedoch bald regen Zuspruch fand.
Der Enkel, wieder ein Johann Georg
Der Enkel des Gründers, wieder ein Johann Georg (13.12.1795 bis 09.05.1852), setzte den Auftrag seines Vaters, in erster Linie die Landwirtschaft zu betreiben und sich erst dann mit Bierbrauen zu beschäftigen, tatkräftig fort, ohne jedoch eine Ausweitung des Betriebes für notwendig zu halten.
Mit Karl Friedrich Wagner (12.2.1828 bis 12.10.1878) folgte der erste „Karl“, der unverändert die ererbte Landwirtschaft mit Brauerei betrieb.
1948-1964
Die ersten auswärtigen Lokale
In den Dreißiger Jahren kaufte Karl Andreas Wagner mit der Gastwirtschaft „Zum Steigerwald“ in Eltmann das erste auswärtige Lokal. Auch vor den Toren Schweinfurts, in Gädheim, und in den sogenannten „Heiligen Ländern“ der südlichen Hassberge, in Kirchlauter und Hermannsberg, erfreute man sich bald an Eschenbacher Bier. Die begonnene Expansion wurde durch den Zweiten Weltkrieg kurz unterbrochen, konnte aber auf Dauer nicht mehr aufgehalten werden.
KARL GEORG WAGNER
Als 1948 Karl Georg Wagner (07.01.1929), verheiratet mit der aus Eltmann stammenden Gerda Nusser, als Neunzehnjähriger aktiv in die Brauerei-Arbeit eingriff und 1950 von seinem Vater zum Mitinhaber bestellt wurde, gestaltete sich recht bald, nämlich ab 1957, die Aufwärtsentwicklung geradezu explosiv. Mit dem Eintritt in das dritte Jahrhundert, wozu die damalige Zeit um 1959, als man überall noch unter dem Schock des Krieges und der ersten Nachkriegsjahre litt, noch keinen echten Anlass zum Feiern bot, begannen arbeitsreiche Jahre. Am 01. Januar 1961 übernahm Karl Georg Wagner als Alleininhaber die Brauerei.
1961-1967
Die Ausweitung
Nahezu ununterbrochenen Einsatz verlangten die Ausweitung der geschäftlichen Beziehungen in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und in der Pfalz und der damit verbundene Bierausstoß, permanente Baumaßnahmen und Investitionen zur Vergrößerung und Modernisierung des Betriebes. Nachbargrundstücke mussten erworben werden, um die Kapazität des Unternehmens der steigenden Nachfrage nach Eschenbacher Bier anzupassen. 1961 und 1967 wurden für die Arbeiter der Eschenbacher Privatbrauerei fürsorglich zwei Mietshäuser mit insgesamt 13 Wohnungen errichtet, um das schon immer starke Zugehörigkeitsgefühl der Mitarbeiter an die Brauerei zu bestätigen.
KARL ANDREAS WAGNER
Bis zu seinem Tod, am 07. Januar 1966, stand Karl Andreas Wagner Tag für Tag in der Brauerei; denn auch als damaliger Seniorchef kannte er kein Ausruhen. Die Tatkraft des Sohnes und der Mitarbeiter brauchten die Erfahrung, das Wissen und das Beispiel des Alters. Als Karl Andreas Wagner die Augen für immer schloss, wusste er sein Werk in besten Händen.
Die große Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs in der Bundesrepublik Deutschland bot nicht nur eine Chance, sondern forderte geradezu den unabdingbaren unternehmerischen Einsatz
1978-1982
Karl Werner Wagner
Der Inhaber der Eschenbacher Privatbrauerei, Karl Werner Wagner (18.09.1961), griff 1978 in den Fortgang des Unternehmens ein. Nach traditionellem Werdegang über die Brauerlehre zum Braumeister stand bald fest, dass ein Team wie das der Eschenbacher Privatbrauerei unschlagbar ist. So wuchsen stetig die Ausstoßzahlen und das Absatzgebiet erweiterte sich mittlerweile auf zehn deutsche Bundesländer.
Immer auf dem neuesten Stand
Um im Wettbewerb bestehen zu können, waren umfassende Rationalisierungsmaßnahmen und Automatisierungsprozesse erforderlich, die nur durch den Einbau neuester Maschinen gelöst werden konnten. Große Auslieferungen über weite Entfernungen erforderten die dauernde Ergänzung des Fuhrparks.
Mit der damals neuen Flaschenabfüllanlage, die Mitte August 1974 ihre Arbeit aufnahm und einem der ersten vollautomatischen Sudhäuser, das 1976 in Betrieb genommen wurde, schien der fast zwanzigjährige Modernisierungsprozess einen gewissen Abschluss gefunden zu haben. Schien …
Denn die Erfahrung hat gelehrt, dass die Entwicklung der Eschenbacher Privatbrauerei keinen Stillstand kennt.
Immer wieder wurde die Brauerei auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Hierzu gehören ebenso der Neubau des 1982 in Betrieb genommenen revolutionären Sudhauses sowie die weit über die Brauereibauten ragenden Gär- und Lagertanks.
1992-1995
DIE AUSBREITUNG IN DER PRODUKTION
Kontinuierliche Innovationen, bei denen immer Mitarbeiter und Umwelt im Vordergrund standen, wurden auch in der Flaschen- und Fassabfüllung vorgenommen. So steht heute eine der am wirtschaftlichsten und umweltfreundlichsten arbeitende Flaschenabfüllanlage für Mehrweg in Eschenbach. Eine der modernsten Fassfüllanlagen mit einer Roboter-Palettierung, die den zuständigen Mitarbeiter bei der schweren Arbeit des Fassstapelns völlig entlastet, hat ebenfalls in der Eschenbacher Privatbrauerei ihren Platz eingenommen. All dies wurde nur dadurch möglich, dass südlich des Brauereigeländes erhebliche Erdbewegungen stattgefunden haben.
So wurde seit 1960 circa eine Million m³ Boden abgetragen, damit sich das Unternehmen in seinem aktuellen Umfang entfalten konnte.
KARL WERNER WAGNER V.
Karl Werner Wagner, Karl V, war seit 1992 Geschäftsführer der Eschenbacher Privatbrauerei. Ab dem 01.01.95 zeichnet er als Alleininhaber des Unternehmens und führt dieses genauso verantwortungsbewusst weiter, wie dies seine Vorfahren begonnen haben.
2000-2009
ZUKUNFT MIT UMWELTSCHUTZ
Auch Umweltschutz wird bei der Eschenbacher Privatbrauerei groß geschrieben. So hat man die vorhandene Kohlensäurerückgewinnungsanlage komplett erneuert.
In Folge besonderer Investitionen wurde im Jahr 2009 eine Urkunde überreicht, in der die Eschenbacher Privatbrauerei mit der Einsparung von 60 000 kg CO2 geehrt wurde.
Über 250 Jahre sind somit kein Abschluss, sondern ein erfolgversprechender Schritt in die Zukunft, in der für Karl Werner Wagner und seine Mitarbeiter die Qualität ihres Sortiments oberstes Gebot sein wird.
250 JAHRE TRADITION UND GESCHICHTE
Selbst im Jubiläumsjahr 2000 gab es kein Ausruhen. So wurde ein neues Infozentrum gebaut. Im Sudhaus wurde im gleichen Jahr wohl das modernste Würzekochsystem eingebaut, das die Würze mit noch schonender kocht.
Kurz darauf wurde die Flaschenabfüllung mit neuen Ein- und Auspackern sowie Flaschen- und Kästentransporteuren umgebaut.
Um das Bier noch schonender zu filtrieren, wurde im Jahr 2004 ein Kieselgurfilter komplett mit Steuerung der neuesten Generation installiert.
2000 – 2009
Selbst im Jubiläumsjahr 2000 gab es kein Ausruhen. So wurde ein neues Infozentrum gebaut. Im Sudhaus wurde im gleichen Jahr wohl das modernste Würzekochsystem eingebaut, das die Würze mit noch weniger Primärenergie noch schonender kocht.
2018 – bis heute
Übernahme der Eschenbacher Privatbrauerei durch das Gräfliche Brauhaus Arcobräu in Moos/Niederbayern. Die klare Zielsetzung: Durch Investitionen in Technik, Qualität und Marketing eine moderne und erfolgreiche Brauerei in einer der traditionsreichsten Bierregionen Deutschlands zu etablieren. Im März 2021 führte die Brauerei die neue Mono-Marke Franz Josef Helles ein.